Der Tag war der 1. April – ein Tag, der für Scherze und Streiche bekannt ist. Vitalik Buterin, der Entwickler hinter der zweitwichtigsten Kryptowährung Ethereum schlug die Implementierung eines Hard Caps für das Projekt vor. Einige Leute wussten den Humor zu schätzen, aber es gab auch einige Leute, die glaubten, daß Buterin ernsthaft eine Debatte über die Vorteile eines solchen Schrittes entfachte wollte.

Die intensive Debatte

In einem auf der Codesharing-Website GitHub veröffentlichten Post hat Buterin auf die Notwendigkeit eines Hard Caps für Ethereum hingewiesen. Das Hard Cap soll die wirtschaftliche Stabilität des Projektes sicherstellen. Er schlug vor, die Obergrenze auf 120.204.432 Einheiten Ether festzulegen, was der doppelten Anzahl der 2014 verkauften Coins entspricht. Die Nachricht verbreitete sich schnell, besonders in der Ethereum-Community, da viele Interessierte zu GitHub strömten, um den Beitrag zu lesen.

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Was folgte, war eine intensive Debatte darüber, ob der Post nun echt war oder nur ein weiterer Streich von Buterin. Dies wäre nicht das erste Mal: Letztes Jahr führte er die Ethereum-Community mit einem Blog-Post hinters Licht, der besagte, daß Ethereum von seinem aktuellen Proof-of-Work-Algorithmus zu einem Proof-of-Authority-Algorithmus wechseln würde . Die Debatte konzentrierte sich auch darauf, ob der Vorschlag, ob nun echt oder bloß ein Streich, durchführbar wäre und wie er sich auf die Zukunft von Ethereum auswirken würde.

Ein Meta-Joke

Am Montagmorgen, einen Tag nach dem Aprilscherz, wandte sich Buterin per Twitter an die Community, um für Klarheit zu sorgen. Er lies wissen, daß es sich bei seinem Post um einen Meta-Joke handelte, der die Leute dazu bringen sollte, die Echtheit des Posts zu diskutieren. Buterin sagte allerdings auch, daß es sich durchaus lohnen würde, einmal ernsthaft über den Post nachzudenken.

“In der Realität sollte das natürlich keine Rolle spielen. Der Vorschlag ist sehr real in dem Sinne, daß die Wörter tatsächlich so in GitHub geschrieben wurden, und die Argumente dafür sind echte Argumente.”

In folgenden Tweets zu diesem Thema drängte Buterin die Ethereum-Community, den Vorschlag für eine Hard Cap in Erwägung zu ziehen, und wenn sie Vorteile findet, sollte sie den Vorschlag akzeptieren. Wenn sich nicht genügend Vorteile finden lassen, sollte der Vorschlag abgelehnt werden.

In seinem Post auf GitHub beschrieb Buterin den Wechsel von Ethereum von einem Proof-of-Work-Konsensalgorithmus zu einem Proof-of-Stake-Algorithmus als Motivation hinter dem Hard Cap. Mit dem PoS-Algorithmus muss Ethereum keine neuen Coins mehr erstellen, um seine Netzwerk-Teilnehmer zu entlohnen.

Der “besser versteckte Scherz”

In einer späteren Bemerkung scherzte Buterin darüber, daß die Leute den besser versteckten Witz in seinem Blogpost auf Ethereums Website verpasst hatten. In dem Post hatte er ein offizielles Ethereum-Coin vorgeschlagen, das als World Trade Francs (WTF) bezeichnet werden sollte. Der WTF (das Wortspiel war sicherlich beabsichtigt) wäre ein dezentrales stabiles Coin, das die Probleme lösen würde, mit denen die heutigen stabilen Coins derzeit konfrontiert sind, wie etwa die mangelnde Überprüfbarkeit von Tether und der Preisverfall der Nubits.

Wie er später auf seinem Twitter-Account verriet, war der Witz, daß 20% des Blog-Posts von Trons Website plagiiert wurden. Für diejenigen, die gerade vom Mars gelandet sind, war dies ein Seitenhieb in Richtung Tron, die beschuldigt wurden, ihr Whitepaper plagiiert zu haben.

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